Nachwuchsförderung im digitalen Wandel

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„Wer heute über Fachkräftemangel jammert, ohne etwas dagegen zu tun, ist selber Schuld“, meint Geschäftsführer Alexander Heidel und geht mit gutem Beispiel voran. „Die Digitalisierung von Bauprozessen beispielsweise ist eine regelrechte Steilvorlage für erfolgreiche Rekrutierungsstrategien: Denn sie erhöht nicht nur die Effizienz unserer Baustellen, sondern auch die Attraktivität von Ausbildungsberufen. Das gilt insbesondere im Bereich der Nachwuchsförderung.“ Welche findigen Schritte er auf seinem Weg zu neuen Mitarbeitern unternimmt, beschreibt dieser Artikel.

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Technik, die begeistert
„Innovative Technologien üben eine extrem hohe Attraktivität auf junge Menschen aus. Da ist es doch naheliegend, sie genau hier abzuholen,“ erklärt Heidel. „Das absolute Highlight unserer Azubi-Messen ist beispielsweise unser MTS-Bagger-Simulator, an dem die Jugendlichen die Arbeit mit einer 3D-Baggersteuerung live ausprobieren können. So räumen wir ohne viele Worte mit überkommenen Berufsbildern auf und machen unsere Zielgruppe neugierig.“
Um die jugendlichen Anwärter noch direkter in der Ansprache abzuholen, lässt Heidel seine Auszubildenden die Rekrutierungs-Auftritte auf Messen zum großen Teil selbst gestalten und durchführen: „Die jungen Leute sprechen die Sprache unserer Zielgruppe besser als jeder andere und sie haben großen Spaß daran, ihre Arbeit anderen zu erklären. Zudem stärkt jeder gemeinsame Auftritt das Teamgefühl und die Identifikation mit unserem Unternehmen.“

Neue Wege in der Rekrutierung
So nutzt Heidel am liebsten Rekrutierungs-Plattformen, die Raum zum Gestalten lassen: Beispielsweise die Ausbildungsmesse „Fit for Job “, den „Tag der offenen Tür“ bei der Berufsschule Lauingen oder ein von der Bayerischen Bauindustrie geförderte Schulprojekt an der Aschbergschule: Hier erstellten 8-Klässler unter Anleitung eines Vorarbeiters im Rahmen einer 3-tägigen Projektarbeit einen mit Betonsteinen gepflasterten Weg auf ihrem Schulgelände. „Dieses Projekt war nicht nur äußerst öffentlichkeitswirksam, sondern sorgte seitens der Schüler auch für einen hohen Identifikationsgrad mit ihrem Bauwerk. Solche Dinge bleiben hängen und werden weitererzählt – das beste also, was uns im Hinblick auf eine nachhaltige Nachwuchsförderung passieren kann.“

Die Jugend spricht „Social Media“
Um die gemeinsamen Erfolge noch weiter zu potenzieren, lässt Heidel seine Auszubildenden Berichte über ihre Rekrutierungsmaßnahmen, Werksausflüge, Grillparties und Baustellen für den neuen Facebook- und Instagramauftritt des Unternehmens erstellen. Unsere Agentur bereitet die Beiträge dann PR-wirksam auf. „Am meisten freut mich persönlich, dass unsere Azubis diese Beiträge dann wiederum aus eigenem Antrieb in ihren Gruppen posten oder liken.“

Identifikation und Motivation
Bei der Frage nach dem Aufwand für die Maßnahmen resümiert Heidel: „Jeder Cent und jede Minute, die wir an dieser Stelle investieren, zahlen sich aus. Und zwar nicht nur im Hinblick auf Anfragen potenzieller Kandidaten. Die Maßnahmen haben auch sonst eine hohe Strahlkraft: nach innen im Hinblick auf die Identifikation, den Teamgeist und die Motivation unserer Mitarbeiter und nach außen im Hinblick auf das Image und die öffentliche Wahrnehmung unseres Unternehmens. Und nur auf diesen beiden Wegen werden wir auch langfristig Mitarbeiter gewinnen und an uns binden können.“

Mehr Infos: www.heidel-gloett.de

Bauberufe müssen wieder attraktiver werden
„Wer Nachwuchskräfte wieder für Bauberufe begeistern will, muss alte Berufsbilder ganz neu definieren und wieder zukunftsfähig machen. Ein zentraler Schlüssel dafür ist die Automatisierung und Digitalisierung von Bauabläufen mit innovativen Baumaschinentechnologien wie der von MTS - allen voran das MTS-NAVI. Denn spätestens damit wird die Fahrkabine vom Bagger zu einem modernen High-Tech-Arbeitsplatz.“
Dipl.-Ing. (FH) Alexander Heidel
CEO, Fritz Heidel OHG